Gegen Mittag sind meine Freundin und ich bei strömenden Regen in Lübeck losgeflogen und eine Stunde später bei blauen Himmel mit kleinen Wölckchen und 30°C gelandet. Der Flug war bis vor der Landung relativ ruhig. Als wir über die Budaer Berge im Vorland von Budapest durch die Wolkendecke den Senkflug antraten, wurde es turbulent und wackelig.
So waren wir heil froh wieder Boden unter den Füßen zu haben.

Nach der Landung wechselten wir schnell Geld, um uns ein Bus- und Metrowochenticket zu kaufen. An die „hohen“ Summen musste man sich erst gewöhnen: 1 Euro = 290 ungarische Forint. Ein einzelner Forint ist hier wegen der hohen Inflationsrate nichts mehr wert.

Nachdem wir dann endlich die Metro in die richtige Richtung gefunden hatten, mussten wir noch die Metrostation finden, an der wir zu unserem Hostel austeigen mussten. Die Metros sind sehr alt und dementsprechend sind auch die Metrostationen schlecht ausgeschildert. In unseren Stadtplänen war die Metrostation, die wir laut Hostelbeschreibung austeigen sollen, nicht auffindbar. Letzendlich fanden wir sie dann doch auf einer der vielen Pläne, die wir im Vorbeigehen an den Infoständen mitgenommen hatten.

Zum Hostel mussten wir noch etwas zwischen alten hohen Etagenhäusern zu Fuss gehen und dann entdeckten wir in mitten der alten Häuser einen auffälligen Neubau. Das musste das Hostel sein. Es wurde 2006 für Studenten gebaut. Diese wohnen aber während der Sommermonate nicht hier und so beherbergt das Wohnheim zwei verschiedende Hostels in der Zeit von Ende Juni bis Ende August Hotelgäste. Wir hatten über das Hostel Corvin ein sehr neu ausgestattetes Doppelzimmer gebucht und teilten uns das Bad, WC und die Küche mit dem Nachbardoppelzimmer.

Zimmer
Zimmer
Schreibtisch
Schreibtisch
Bad
Bad
Küchenzeile
Küchenzeile

Wir haben uns noch schnell mit Getränken versorgt und sind dann ins Zentrum von Pest, wo sich alle Metrolinien treffen, gefahren. Als erstes entdeckten wir das Guerilla Knitting an den Laternen. Das ist echt eine nette Idee, um die Stadt mit Kunst aufzuhübschen. Es ging weiter durch die Shoppingmeile von Pest, an Santa Claus Sommerdomizil und Winterfabrik und an riesigen Luxushotels vorbei, bis hinunter zur Donau. Von den Einwohner liebvoll „Aduna“ genannt.

Guerilla Knitting in der Fashion Street
Guerilla Knitting in der Fashion Street
Hotel Kempinski
Hotel Kempinski
Urlaubsgrüße von Santa Claus
Urlaubsgrüße von Santa Claus
Santa Claus Winterfabrik
Santa Claus Winterfabrik
Santa Claus Sommerdomizcil
Santa Claus Sommerdomizil
Hochwasser 1876-1965
Hochwasser 1876-1965

Dort entdeckten wir die Hochwassermarkierungen und mussten feststellen, dass der Pegel über die Jahre hinweg immer weiter gestiegen ist, bis zuletzt 2002 auf 8,48 m über NN. Zum Glück gibt es im 20. Jahrhundert Schutzmaßnahmen, damit das Hochwasser nicht all zu viele Schäden anrichtet. Direkt am Ufer konnten wir auch schon das nächste Kunstwerk bewundern – riesige Sessel aus Europaletten.

Hochwasser 2002
Hochwasser 2002
Kunst aus Europaletten
Kunst aus Europaletten

Es wurde langsam dunkel und fing an zu nieseln. In der Dämmerung konnte man das erste Opernhaus von Budapest in einer besonderen Licht entdecken. Es war ein sehr beliebtes Fotomotiv unter den herumlaufenden Touristen. Das Opernhaus steht direkt an der Szechenyi-Kettenrücke (Széchenyi Lánchíd). Eine von vielen hübschen, alten Brücken, die über die Donau zum Stadtteil Buda führen. Dort stand auch das Amphienbienfahrzeug mit dem man eine Sightseeingtour durch die Donau und an Land machen kann.

Opernhaus
Opernhaus
Amphibienfahrzeug
Amphibienfahrzeug
Szechenyi-Kettenbrücke
Szechenyi-Kettenbrücke
Barocklaterne
Barocklaterne

Mittlerweile wurde es windig und ein heftiger Regen setze ein. Wir schafften es gerade noch zur Shoppingmeile, um uns unter ein Dach zu stellen. Der Wind wurde Orkanartig und es goss aus Eimern. Wir hatten nur kurze Sommeroberteile an und machten uns schnell auf den Weg zur nächsten Metro, um zum Hostel zurück zu fahren. Im Hostel wurde der Regen zu einem Gewitter und wir hofften dass es morgen wieder vorbei ist.

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