Heute haben wir uns ab Mittag zu Fuss auf in die Stadt gemacht. Zuerst kamen wir am “Carrefour” vorbei. Das ist ein riesen Markt, den man in Deutschland mit Real vergleichen kann. Dort versuchten wir, aufgrund unser mangelnden Spanischkenntnisse, die verschieden Teesorten durch die Abbildungen zu erraten. Allerdings sind wir in Kräuterkunde auch nicht gerade gut gewesen.

Anschließend sind wir zum Stadtstrand von Palma weiter gewandert. Es war etwas windig, aber die Sonne schien trotzdem und erlaubte den einen oder anderen Fuss ins Wasser zu halten. Direkt am Stadtstrand steht auch die große Kathedrale von Palma.

Paella
Paella

Dann ging es weiter bis zum “Plaza de la Reina” und haben dort eine leckere gemischte Paella mit Muscheln und großen Krabbeltieren gegessen. Das war meine erste Paella in Spanien.

Mittlerweile war es 18.30 Uhr geworden und wir wollten auf jeden Fall die große Oster-Prozession an Gründonnerstag sehen. Die mallorquinischen Brüderschaften gedenken der Leiden Jesus während der heiligen Osterwoche. Wir beide machten uns also auf zum “Hospital General de Mallorca”. Der kleine Platz liegt auf einem kleinen Berg, wo eine kleine Straße mit links und rechts Mauern herunter führt. Vor den Mauern stand eine Stuhlreihe. Wir wussten nicht, ob diese reserviert war, daher stellen wir uns zwischen die Stuhlreihe und der Mauer und warteten auf den Umzug.

Kurze Zeit später startete auch schon der Umzug. Zuerst kamen drei bunt geschmückte Pferde mit Reitern. Die Pferde waren wohl auf den Lärm trainiert. Sie verhielten sich ruhig. Danach kamen drei Kuckkucksmänner mit großen Laternen und der Flagge der Brüderschaft. Diesen folgten weitere Kuckkucksmänner und -frauen in Zweierreihe mit langen Kerzen in der Hand und barfuss mit Ketten. Dazwischen liefen Kinder mit Feuerzeugen und zündeten die Kerzen wieder an. Sie hatten auch Süßigkeiten in den Taschen und schenkten diese den Kindern am Straßenrand. Danach kam eine riesengroße Holzgeschnitzte Figur, die etwas bildlich aus der Geschichte Jesus darstellen sollte. Diese Figur wurde teils mühselig mit Menschenkraft getragen oder auch auf Rollen gefahren. Nach der Figur folgte die Kapelle, die nach meinem Eindruck immer das selbe spielte. Die Farben stellen die verschiedenen Brüderschaften da. Diese Aufstellung folgte dann von gefühlten 100 Brüderschaften.

Es war nun schon 21 Uhr und wurde immer dunkler und kälter. Wir hatten den Eindruck, das die Prozession nie enden wollte. Immer neue Brüderschaften starteten auf dem Berg. Uns war verdammt kalt, weil die Sonne schon untergegangen war und wir versuchten uns hinter der Stuhlreihe durchzuquetschen. Leider mussten wir quer durch den Umzug laufen, da hinter uns die Mauer war. Wir waren heilfroh als wir im warmen Bus saßen.

Zu Hause haben wir uns dann warmen Tee gekocht, da ich merkte, dass meine Klimaanlagen-Erkältung schlimmer wurde.

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