Mittlerweile haben wir fantastisches Wetter mit warmen Temperaturen und Sonnenschein bekommen und das wollten wir mit einer Wanderung zum Nigardsbreen ausnutzen. Das konnten wir an diesem Morgen mit einem Frühstück sogar an einem richtigen Tisch genießen. Nach dem Frühstück ging es die RV5 5 km nördlich nach Fodnes weiter. Dort setzen wir mit der Fähre nach Mynahall rüber (97 NOK=12 €). Die Route findet ihr auf der Karte bei Ebene “Tag 5”.

Campingplatz im Grünen
Campingplatz im Grünen

Auf der Fähre trafen wir einen „gelben Engel“, der mit seinem Schlepper ADAC-Plus-Mitglieder zurück nach Deutschland holt. Er erzählte uns, dass er bis zum Nordkap muss, um einen deutschen Audi abzuholen. Dann muss er bis Oslo runter, bis der Schlepper voll ist und wieder nach Deutschland zurück. Dafür braucht er ca. 2-3 Wochen. Echt krass was der ADAC leistet und bei der Anzahl an Deutschen die hier herumfahren (jedes zweite Wohnmobil ist ein Deutscher), lohnt es sich auf jeden Fall. Möchte nicht wissen, wie es in der Hochsaison ist. Derzeit ist noch Nebensaison.

Wieder an Land angekommen, ging es weiter nördlich Richtung Sogndalsfjøra. Kurz vor dem Örtchen bogen wir rechts auf die RV55 ab.

Reißener Fluss
Reißener Fluss

Wir fuhrden die RV55 weiter bis nach Gaupne. Dort bogen wir links in die Sackgasse RV604/FV334 und fuhren hoch bis Jostedal. Von dort ging es weiter über einen kleinen geteerten Privatweg (30 NOK = 3,75 €) zum Nigardsbreen. Hätte man vor der Schranke geparkt, müsste man noch 1 Std. zu Fuß zum Parkplatz gehen und von dort auch nochmal eine Stunde zu Fuß weiter. Vom Parkplatz aus war der Gletscher (norwegisch = breen) schon zu sehen. Um dem Gletscher näher zu kommen, muss man am Gletschersee Nigardsbrevatnet über Wasserstürze, Steine und Lawinen steigen. Der Weg dorthin dauert eine Stunde und wird mit einem fantastischen Blick auf den großen Gletscher belohnt. Den Gletscher sollte man nur mit einem Führer betreten, da er ständig in Bewegung ist und neue Schluchten erzeugt. Die vorgelagerten, abgerundeten Felssteine und die dazwischen reißenden Bäche, rufen nach einem großen Abenteuerspielplatz.

Bei Sonnenuntergang machten wir uns auf den Rückweg. Wir fuhren die Sackgasse zurück auf die RV55 und bogen bei Gaupne links ab. Die Fahrt ging bei Abendsonne am Lustrafjord Richtung Luster. In Luster campten wir direkt am Fjord bei Dalsøren Camping (125 NOK = 16 €) mit einem fantastischen Ausblick. Der Campingplatz ist zwar klein, aber er hat mit seinen kleinen weißen Häuschen direkt am Fjord viel Charme und ist nur zu empfehlen.

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