Zum Glück sind wir gestern auf dem Preikestolen gestiegen, denn heute schlug das Wetter wieder um. Wir hatten gerade unser Zelt abgebaut, da fing es wieder an zu regnen. Da wir den Zwillingswasserfall Låtefossen ansehen wollten, macht es gar nichts, dass auch das Wasser von oben kam. Erstmal saßen wir im Auto und fuhren die RV13 weiter nördlich Richtung Hjelmeland. Die Route findet ihr auf der Karte bei Ebene “Tag 3”.

Unterwegs fuhren wir an vielen Lämmern vorbei, die alle bereit waren für die Kamera zu posen und an einem großen ruhigen See, der so glattes Wasser hatte, dass sich die Berge darin spiegelten. Wir sahen zahlreiche Wasserfälle und Bäche, die ins Tal hinab stürzten. Die RV13 entlang der Fjorde ist eine wunderschöne Touristenstraße und auf jeden Fall zu empfehlen dort lang zu fahren.

In Hjelmeland nahmen wir die Fähre nach Nesvik (89 NOK=11 €). Bei Harda machten wir einen Abstecher nach rechts auf die E134 Richtung Røldal, um dort die wunderschöne Stabskirche von Røldal zu bewundern. Vom 03.-08.07.2012 ist sie Pilgerziel der Strecke Stavanger- Røldal.

Dann fuhren wir wieder zurück auf die RV13 und fuhren nördlich Richtung Odda. Kurz nach Rückkehr auf die RV13, fuhren wir durch einen 360° gedrehten Tunnel und als wir auf der anderen Seite wieder heraus kamen, trafen wir auf Schnee und eine Skianlage, die eine Woche vorher noch im Betrieb war. Der Bruch in der Vegetation war deutlich zu spüren.

Kurze Zeit später kam schon das nächste Naturereignis. Der Zwillingswasserfall Låtefossen ist eine touristische Attraktion und fließt direkt unter der RV13 das ganze Jahr mit mal mehr und mal weniger Wasser ins Tal. In seiner vollsten Pracht kann man ihn erleben, wenn die Schneeschmelze Ende Mai bereits eingesetzt hat.

Danach ging es weiter Richtung Odda. Odda ist der größte Ort der Umgebung und geprägt durch Industrie. Er ist durch seine Karbid- und Cyanamidfabriken mit dem Odda-Prozess zur Gewinnung von Dünemittel berühmt geworden und machte in den 70-igern Schlagzeilen, weil die Schwermetalle in den Fjord gelangten. Der Fjord wurde damit der schwermetallhaltigste Fjord der Welt und alle Lebewesen starben aus. 2003 meldete das Schmelzwerk Konkurs an und seither prägt das Stadtbild eine Ruine des Werkes. An diesem Ort wollten wir nicht zelten und daher fuhren wir weiter nördlich auf der RV13 Richtung Eidfjord am Sørfjord und dann am Hardangerfjord entlang.

Beim Fähranleger Brimmes führt die RV13 über das Wasser. Wir fuhren weiter auf der RV7 Richtung Eidfjord. 5 km hinter Eidfjord kam das Örtchen Øvre Eidfjord direkt am See Eidfjordvatnet gelegen. Dort nahmen wir uns wegen dem starken Regen auf dem Campingplatz Sæbø eine kleine Hütte (400 NOK=50 €).

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