Das Leben ist kein Ponyhof. In meinen Vorstellungen sieht es manchmal so aus und ich wünschte mir, dass vieles so einfach wäre wie auf einem Ponyhof. Kleine süße Ponys springen friedlichen auf einer grünen Wiese, genießen die Sonne und fressen Dotterblumen. Es gibt Jahre, die haben mehr Ponyhof-Tage und es gibt Jahre, die haben weniger Ponyhof-Tage. 2017 war gesundheitlich und beruflich „KEIN-PONYHOF-JAHR“, aber dafür war es umso mehr ein „FREUNDE-REISEN-NETZWERK-PONYHOF-JAHR“.

Fangen wir ganz am Anfang an. Silvester war einer von den Ponyhoftagen. Mit den engsten liebsten Freunden wurde raclettiert, gespielt, selbst gemachte Glücksbonbons gezogen und Konfettibomben in die Luft gejagt. Sorry, nochmal für die Konfettiattacke in eurem Wohnzimmer und die Überbleibsel, die im August beim Cocktailabend noch aus eurer Sofaritze zum Vorschein kamen. 😉

Kurz darauf holte mich die Realität wieder ein. Ich bin eine starke, offene, intuitive, hilfsbereite und fröhliche Persönlichkeit und damit kommt nicht jeder Mensch auf Anhieb klar. Viele Arbeitskollegen mögen meine nette Art und ich helfe ihnen auch gerne. Mit einigen anderen stimmt die Chemie auch nach Jahren nicht. Ich bin der Meinung, dass sich nicht jeder mögen muss, jedoch sollte jeder den anderen mit Respekt behandeln. Ich persönlich versuche mich in schwierigen Situationen in die gegenüberliegende Seite hineinzuversetzen und überlege, warum derjenige so reagiert. Letztendlich vermisste ich diesen Respekt mir gegenüber und kündigte schweren Herzens daraufhin meinen geliebten Job. Die Kündigung war ein richtiger Schritt nach vorn. Wer möchte unter solchen Bedingungen weiter arbeiten?

Das Ende vom Januar hatte abgesehen von gesundheitlichen Rückschlägen auch noch weitere unschöne „Nicht-Ponyhof-Überraschungen“ für mich. Meine braun-schwarze Hasendame Nanni musste mit 6,5 Jahren eingeschläfert werden, da sie einen bösartigen Tumor hatte. Es kamen Erinnerungen von 2010 wieder hoch, als » Fips eingeschläfert werden musste. Hier seht ihr sie mit ihrer gleichaltrigen Freundin Hanni.

Damit Hanni nach dem Tod ihrer Freundin nicht alleine bleibt, suchte ich sofort nach einem neuen Partner und drei Tage später durfte der damals 5 Jahre alte, schüchterne Miniloop Manni bei uns einziehen. Er wiegt nur 1,2 kg und ist so putzig klein. Die 2,2 kg große dominante Widderdame hat ihn sofort in ihr Herz geschlossen und am dritten Tag ihrer Bekanntschaft kuschelten sie schon friedlich miteinander. Da er vorher draußen lebte, hatte er noch ganz viel Unterfell und sah aus wie ein knuddeliges Wollknäuel. Das fühlte sich schon wieder mehr nach Ponyhof an.

Am Ende des Tunnel ist auch immer ein Licht und es wurde sonnig im Januar. Die ersten Sonnenstrahlen kamen bei eisig kalten Temperaturen zwischen den Wolken hervor, schmelzten den Schnee und die Leute trieben zu Scharen an die Ostsee aus. Meine Freundin und ich machten einen langen Spaziergang von Flensburg nach Glücksburg. Wir gingen von Fahrensodde über Solitüde am Strand entlang, dann durch das Quellental nach Glücksburg. Die Batterien waren wieder aufgetankt.

Im März war ich auf zwei Messen. Die erste war das Online-Markting-Rockstars Festival in Hamburg. Übernachtet hatte ich in der freaky Superbude St. Georg. Die Superbude hat ihren ganz besonderen Charme und Stil und ihr müsst ganz genau hinsehen, um zu erkennen, was für Gegenstände es vorher waren, die zur Hotelzimmereinrichtung umfunktioniert wurden. Dieser singende Fisch im Badezimmer hat mich morgens schon ganz glücklich gestimmt. Wenn ihr mal in Hamburg seid, müsst ihr unbedingt dort übernachten. Hier geht´s zum » Blogartikel.

Außerdem war ich wieder einmal gesundheitlich angeschlagen im März noch auf der Rock the Blog im Rahmen der Cebit in Hannover. Unglaublich, was ich für Impulse von den vielen Vorträgen gesammelt habe und wie viele tolle BloggerInnen ich kennen lernen konnte. Auf der Messe bin ich auch auf die beiden Bloggerinnnen Ricarda von 23qmStil & Clara von tastesheriff aufmerksam geworden, deren Ziel es ist, mit der Community Blogst [Blog und Stift] BloggerInnen zu vernetzen und wissen auszutauschen. Ich habe mich daraufhin gleich zum Blogst Barcamp im Juni in Hamburg angemeldet. Das war mal wieder Ponyhof pur.

Den Besuch der Messe in Hannover koordinierten wir damit, dass wir unseren neuen Campervan aus Erlangen bei Nürnberg abholten und meine Freundin Annika aus München von sheep-cuddling wieder trafen. Außerdem machte ihr Freund eine kleine Führung durch seine alte Heimatstadt Nürnberg.

Auf diesen Tag mussten wir 7 Monate warten und es ist wirklich ein metallig-rotes, glänzendes, rollendes Prachtstück, oder findet ihr nicht auch? Der Fiat Ducato La Strada Avanti F hat allen Schnick-Schnack von Dusche/WC über 4 Betten für Erwachsene bis hin zu 3 Kochfeldern. Wir können, dank Solarpanel, komplett autark campen. Ich habe ihn „Rogger – der rote Flitzer“ getauft. Mein Mann nennt ihn „Rot 5“. Das hat irgendwas mit Star Wars zu tun!? Kennt ihr das? Ich werde noch einen extra Blogartikel über Rogger schreiben und er wird auch noch tolle Accessoires an der Außenhülle aus Flensburg bekommen.

Auf dem Rückweg fuhren wir noch zu Europas größten „Camping-Gedöns-Tineff-Laden“ Obelink an der deutsch-niederländischen Grenze und deckten uns mit dem Nötigsten ein. Ihr dürft dort echt nicht alles kaufen. Teilweise kam ich mir vor, wie in einem Euroladen und der Run auf die Sachen war dementsprechend auch so. Wir hatten kurz Panik, als wir unseren Einkaufwagen suchen mussten, weil irgendeiner ihn für seinen eigenen hielt und weiter schob und dann plötzlich bemerkte, dass es nicht seiner war und irgendwo stehen ließ. Wir hätten uns alles erneut zusammen suchen müssen, aber nach 10 Min. suchen, fanden wir ihn wieder. Übernachtet haben wir auf dem naturschönen Campingplatz het Wieskamp. Es gibt dort viele Dauercamper in Holzhäusern mit schönen Gärten und große Rasenflächen für spontane Camper, auf der jeder sein eigenes modernes Klohäuschen neben dem Stellplatz hat. Die ersten Vorboten von Ostern kamen auch aus der Erde.

Anfang April ging es gleich für zwei Tage auf die Insel Sylt zum 1. Fotomarathon. Leider darf unser Camper nicht auf den Autozug, weil er Dachluken hat. Wir quetschten uns also zu fünft ins Auto und ab ging es auf die Insel. Ich war das erstes Mal auf der Insel und die Überfahrt mit dem Autozug ist beim ersten Mal noch so aufregend. Wir sangen laut den Song von den Ärzten „Ich will zurück nach Westerland!“. Ein Klassiker, an den bestimmt jeder denkt, wenn die Insel Sylt erwähnt wird. Im Internet fand ich die „Nordseeperle Sylt“. Ein wunderschönes Ferienhaus perfekt geeignet zum Übernachten für unser 5-Freunde-Abenteuer.

Zum Fotomarathon (7 Fotos in 7 Stunden) gibt es noch keinen Blogartikel von mir, aber ihr könnt euch beim Veranstalter einen guten Einblick verschaffen, wie der 1. Fotomarathon auf Sylt funktionierte. In einer Übersicht aller Fotoserien der Teilnehmer könnt ihr sehen, wie die Themen von allen umgesetzt wurden. Wir waren Startnummer 004, 005, 043 und 047. Mein Mann machte sogar den 4. Platz. Ich bin sehr stolz auf ihn. Hier ist meine Bilderserie: 

Ende April, wieder gesundheitlich angeschlagen, hieß es dann Abschied nehmen von meinem alten Job und Kollegen. Zum Abschied gab es ein Einhornpaket in einen super tollen Rucksack „Reisebegleiter“ mit Papierschiffchen von odernichtoderdoch. Dieser Rucksack begleitet mich von nun an auf meinen täglichen Reisen. Ich war verwundert und rechne es meinen ehemaligen Kollegen hoch an, dass sie mir dieses tolle, persönliche Abschiedsgeschenk gemacht haben. Ich bin mir noch nicht sicher, ob es Ponyhof oder nicht war. Irgendwie gehe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Bevor ich im Juni in meinem neuen Job startete, nahmen mein Mann, ich und Rogger uns 4 Wochen Zeit und reisten im Mai durch Italien. Das war auch unbedingt nötig. Mein Körper sagte zwischen durch auch mal wieder her mit den Viren. Wir besuchten Freunde in Süddeutschland, schauten das Musical Mary Poppins in Stuttgart und fuhren dann über die Alpen zu unserem ersten Ziel Bozen, es folgten der Gardasee, Venedig, Maranello, Bologna, Florenz, Pisa, Vada, Rom, Adria Küste, San Marino und das Finale der Pragser Wildsee. Dann ging es zurück über Innsbruck und Wolfsburg nach Hause. Hierzu gibt es auch noch keinen Blogartikel. Aber ich lass euch schon mal ein paar Impressionen vom 150{5f9a1de98690830bdf3460b55ae09a239c686d8f6d93d9cf04c975ff5acf412b} Ponyhof da.

Im Juni begann ich meinen neuen Job mit einem sehr sehr sehr tollen Team. So viele kommunikative, nette, wissbegierige Menschen auf einem Haufen sind mir selten im Job begegnet. Außerdem war ich noch beim Blogst Barcamp in Hamburg im Werkheim und habe dort ebenso 99 impulsive, kreative, dynamische Bloggerinnen und einen Blogger kennen gelernt – u. a. die liebe Lisa, die den Blog chiliblueten betreibt und über laktosefrei Ernährung bloggt oder der „Landmama-Tochter-Blog“ von Ulrike und Alina. In dem Gewusel verlor ich leicht den Überblick, auch wenn sich vor der Sessionplanung alle vorgestellt haben. Da ich beim Barcamp auch nicht alle Sessions gleichzeitig besuchen konnte, könnt ihr euch durch die vielen andere Berichte über das Barcamp lesen. Eine Auswahl habe ich euch unten zusammen gestellt. Im Blogst-Beitrag sind alle Sessions aufgelistet. Dort erfahrt ihr auch, wie ein Barcamp funktioniert. Ich konnte meine komplette Energie aus dem Juni aus dem Job und dem Barcamp ziehen. Ebenfalls Ponyhof pur.

Lisa chiliblueten
Ulrike & Alina Landmama-Tochter-Blog
Sandra Dirks SanDis Kolumne
Carolin the blogbook
Barbara Scrap Impulse
Ricarda & Clara Blogst

Die Session von Andrea Reil Visualisierungen zum Thema Sketchnotes hat mich so inspiriert, dass ich darüber auch einen eigenen Artikel geschrieben habe, wie ihr Sketchnotes im Alltag verwenden könnt. Hier geht´s zum » Blogartikel.

Hier geht´s zu den den Impressionen auf Instagram

Im Juli veranstalteten wir ein großes Gartenfest mit all unseren Freunden. Es war einer der wenigen schönen Sommertage und wir konnten den Abend anschließend beim Dampfrundum am Flensburger Hafen ausklingen lassen. Hier wurde mir mal wieder richtig bewusst, was für tolle Freunde und Familie ich um mich herum habe. Ihr seid alle so klasse. Jeder in seiner Art und Weise. Danke, dass ihr da seid.

Im August hatte Rogger mal wieder Ausfahrt und wir verbrachten zu dritt ein schönes Wochenende auf Fehmarn und in Heiligenhafen. Wir haben uns eine frische Brise bei Windstärke 5 um die Ohren wehen lassen und viel Sonne aufgesaugt.

Im September fuhren wir zu Viert zum Drachenfest auf Rømø. „Leider“ war der Wind nicht so stark, dass die Drachen hoch hinauf stiegen. Als es besonders bunt am Himmel war, kam leider ein leichter Regenschauer auf uns zu und alle bauten die Drachen ab. Wir verkrochen uns in den Camper und als wir wieder raus kamen, war der Strand wie leer gefegt. Es wurde aber noch ein wunderschöner Sonnenuntergang.

Eine Woche später ging es gleich weiter mit Rogger nach Hodenhagen. Aus Anlass zu meinem und dem Geburtstages meines Kumpels waren wir zu dritt zwei Tage im Serengeti Park Hodenhagen. Dort gibt es so viele tolle Tiere und kleine Äffchen zum streicheln.

Ende September / Anfang Oktober wünschte sich mein Körper wieder mehr Ruhe und der neue Job war mehr als das. Es war jeden Tag 150{5f9a1de98690830bdf3460b55ae09a239c686d8f6d93d9cf04c975ff5acf412b} geben. Leben am Limit und am Ende meiner Kräfte. So war es besser diesem Job Goodbye zu sagen, obwohl ich noch heute dieses tolle Team, was ich täglich um mich hatte, vermisse. Manchmal ist es aber besser zu erkennen, dass nicht immer alles gold ist, was glänzt und ich sollte mal wieder mehr zurück fahren.

Ende Oktober flogen wir zu Dritt nach Kreta und verbrachten dort 10 wunderschöne Tage an traumhaften rosa und schwarzen Stränden bei wechselndem Wetter. Wir hatten eine wunderschöne Ferienwohnung mit Meerblick in Kolymbari names „Afrodite“ von Xristina Appartments gemietet. Die Vermieterin war so nett zu uns und sie hatte auch gleich unter der Ferienwohnung eine wunderschöne Taverne mit leckeren Essen – Empfehle ich auf jeden Fall weiter. Meistens war das Wetter schön, sodass wir auch im Oktober noch baden konnten. Die bewölkten Tage verbrachten wir in den Städten Chania oder Heraklion. Dazu folgt noch ein Blogartikel.

Mitte November ging es drei Tage nach Berlin zur Blogst Konferenz 2017. Das Thema der Konferenz war #Blogstlove (Impressionnen auf Instagram) Der Name war Programm. Es wuselten, quatschen und netzwerkten 200 liebe BloggerInnen durch die Fachhochschule Berlin. So viele Emotionen, Eindrücke und Bekanntschaften, die ich gemacht habe, kann ich gar nicht in diesem kurzen Absatz einfangen. Dafür gibt es noch einen extra Blogartikel. Währenddessen könnt ihr bei meinen vielen BloggerkollegInnen rein lesen, was wir so erlebt haben. Ihr solltet euch auch unbedingt das Video ansehen – In Min. 2:18 bin ich auch zu sehen.

Ina Whatinaloves (Nachdem ich dir schon so lange folge, schön dich mal persönlich getroffen zu haben)
Véronique Typischfranzösisch (Vielen Dank für die nette Bekanntschaft)
Stefanie Sweetbackingstories (Vielen Dank für die nette Bekanntschaft)
Sabine Held am Herd (sehr schönes Video am Ende des Beitrages – Gänsehautfeeling pur)
Ricarda & Clara Blogst (Beitrag & Bilder)

 

Hier geht´s zu den den Impressionen auf Instagram

So eine schöne Konferenz und ein prall gefülltes Goodiebag wäre natürlich ohne die Partner auch nicht möglich gewesen. Dafür auch nochmal vielen Dank: GLÜCK, UE University of Applied Science , Tchibo, Grohe, achtung! , F-Secure, Sweet Potatos, Kalifornischen Trockenpflaumen, Pony Hütchen, tesa, Pinterest, Adobe, Motel One, Hans-Freitag, foodloose, Freundts, Rice, Garn & mehr und Immowelt

Im November schlug ich außerdem ein neues berufliches Kapitel in meinem Leben auf. Ich bin zwar schon seit 2012 nebenberuflich selbständig, aber zu einer Vollselbständigkeit fehlte mir noch ein bisschen mehr Hintergrundwissen. Also belegte ich ein zwei-wöchiges Seminar, was mir alle Grundlagen zu Finanzen, Marketing und Steuern vermittelte und voilá nun bearbeite ich schon die ersten Aufträge.

Meine größte Angst vor der Selbständigkeit war die Angst vor dem Verlust des sozialen Miteinanders. Das tägliche zusammen sein mit Kollegen in der Mittagspause oder der Schnack auf dem Flur würde einfach wegbrechen. Aber ich kann euch nach 3 Monaten in der „Einsamkeit“ sagen: Ich habe häufiger Menschen getroffen, die mir gut tun, als ich es während meiner Bürozeit hatte. Das tut mir unheimlich gut. Nebenbei hat es den schönen Effekt, dass ich meinen Tag so gestalten kann, wie ich es will. Meine kreative Phase zwischen 19 und 22 Uhr kann ich so super nutzen, um effektiv zu arbeiten. Rückblickend gesehen hatte das Jahr also auch wieder viel mehr Positives wie auf dem Ponyhof 😉

Wie war euer Jahr 2017? Reflektiert ihr an Silvester auch immer das alte Jahr und macht Pläne für das neue Jahr? Wie ist es auch dabei ergangen?

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.